Die neue Raiffeisenbank am Rigi fügt sich explizit in die ortsbaulichen Strukturen von Küssnacht am Rigi ein. Das viergeschossige Gebäude ergänzt die bestehende Häuserzeile an der Bahnhofstrasse massvoll und tritt mit einer vornehmen Prägnanz in Erscheinung. Mit einer leichten Schräge reagiert die prominente Hauptfassade auf den Verlauf des Strassenraumes und empfängt den Kunden mit einer gedeckten Vorzone im Erdgeschoss. Ein zweigeschossiger Einschnitt im Westen strukturiert den Baukörper. Während die Räumlichkeiten der Bank im Erdgeschoss und in den zwei Obergeschossen angeordnet sind, ist im Dachgeschoss eine Wohnung disponiert. Ein konstruktives Kleid aus rechteckigen Kunststeinträgern umhüllt das präzise geschnittene Volumen. Mit differenzierten Stützenabständen und unterschiedlich formulierten Geschossigkeiten wird die Fassadenstruktur zum gestalterischen Element. Edle Terrazzobeläge führen das Materialkonzept der Aussenhülle auch im Innenraum weiter und werden von stimmungsvollen Nussbaumfurnieren und zurückhaltenden Textilien flankiert. Sowohl die Bodenbeläge der Bank als auch die geschliffenen Betonelemente der Fassade erinnern subtil an das Sedimentgestein Nagelfluh, die Gesteinsart der Rigi.

Standort: Bahnhofstrasse 18, 6403 Küssnacht am Rigi
Bauherrschaft: Raiffeisenbank am Rigi
Studienauftrag: Sommer, 2007, 1. Rang
Bauzeit: 2009, 2010
Bilder: Roger Frei, Zürich