Der Standort der Pilatus Akademie liegt an der Hangkante zwischen dem Campus Allmend und dem Bireggquartiert. Der Ort veranschaulicht eine städtebauliche Schnittstelle. Während sich im Westen des Areals die Bauten der Swissporarena und die offen gestaltete Leichtathletikanlage ausbreiten, erhebt sich im Osten des Grundstückes ein klassisches Wohngebiet mit einer entsprechenden Baudichte. Eigenständig in sich ruhend steht die neue Pilatus Akademie am Fusse des Biregghanges. Das Projekt nutzt die Chance, ein prägnantes ortsbauliches Zeichen zu setzten, welches Bezüge zum unmittelbaren Kontext, aber auch zum weiträumigen Landschaftsraum aufbaut. Die im Bezug zu den Sportanlagen dezentrale Setzung lässt den ungerichteten Baukörper als flankierendes Element in Erscheinung treten. Der Bau vermittelt die Geste eines Beobachters. Die Leichtathletikbahn wird räumlich nicht gefasst, somit behält der Aussenraum seinen offenen Charakter. Die Anlage wird in ihrer Art gestärkt ohne eine abgeschlossene Stadionwirkung zu erzeugen. In Volumen und Ausdruck vermag die Akademie auf sensible Art und Weise zwischen den angrenzenden Gebieten zu vermitteln. Der grosszügiger Platz und die Freilufttribüne im Norden verankern den Baukörper mit der gewachsenen Topografie des Geländes.

Standort: Zihlmattweg 20, 6005 Luzern
Bauherr: Stiftung, Pilatus Akademie, Luzern
Projektwettbewerb: Frühling, 2012, 1. Rang
Bauleitung, Kostenplanung: TGS Bauökonomen AG, Luzern
Statik: Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure AG, Luzern
Bauzeit: 2013, 2014
Bilder: Roger Frei, Zürich